Bilanzierung und MaBiS-Hub
Die Bilanzierung ist der Prozess, in dem sich jeder Fehler in Stammdaten und Messwerten am Ende in Geld übersetzt. Mit dem MaBiS-Hub will die Bundesnetzagentur Aggregation und Abrechnung der bilanzierungsrelevanten Daten an einer zentralen Stelle bündeln. Wir begleiten das Verfahren seit seinem Beginn und bereiten Netzbetreiber, Lieferanten und Bilanzkreisverantwortliche darauf vor.
Worum es geht
Die Beschlusskammer 6 führt unter dem Aktenzeichen BK6-24-210 ein Festlegungsverfahren zur zukünftigen Aggregation und Abrechnung bilanzierungsrelevanter Daten. Der MaBiS-Hub soll als zentraler Akteur Aufgaben übernehmen, die heute verteilt bei den Marktrollen liegen. Die Beschlusskammer überprüft dabei die Marktregeln der Bilanzkreisabrechnung Strom insgesamt; ein Treiber ist die datenschutzkonforme Verarbeitung der Messwerte.
Das Verfahren ist in zwei Blöcke geteilt, damit gestaffelt eingeführt werden kann:
- Messwertverarbeitung und Pseudonymisierung. Der MaBiS-Hub aggregiert zentral alle viertelstundenscharf bilanzierten Marktlokationen und bereitet die Messwerte von der Messlokation zur Marktlokation auf.
- Bilanzierung und Bilanzkreisabrechnung. Später folgen die vollständige zentrale Aggregation, Bilanzierung und Abrechnung über den MaBiS-Hub sowie die rollierende Abrechnung.
Eckpunktepapiere, Konsultationsunterlagen und Mitteilungen zum Verfahrensstand stehen bei der Beschlusskammer 6 der Bundesnetzagentur. Das Verfahren läuft; Inhalte und Zeitplan können sich noch ändern.
Warum Sie jetzt hinschauen sollten
- Aufgaben wandern. Wenn Aggregation und Messwertaufbereitung an eine zentrale Stelle gehen, ändern sich Verantwortung, Schnittstellen und Fristen in Ihrem Haus – je nach Marktrolle sehr unterschiedlich.
- Die Datenqualität wird sichtbar. Was heute im eigenen System geglättet wird, liegt künftig bei einem Dritten auf dem Tisch. Stammdaten und Messwerte müssen vorher stimmen.
- Gestaffelte Einführung heißt doppelte Welt. Über längere Zeit gelten alte und neue Abläufe nebeneinander. Das will geplant sein, fachlich wie in den Systemen.
- Noch lässt sich mitgestalten. Solange konsultiert wird, zählt eine fundierte Stellungnahme. Danach wird nur noch umgesetzt.
Jede große Umstellung bringt Klärfälle. Damit unsere Kunden darauf vorbereitet sind, bauen wir das AI-Labor für die Energiewirtschaft auf.
Was wir tun
- Auswirkungsanalyse des MaBiS-Hub für Ihre Marktrolle: Prozesse, Schnittstellen, Verantwortlichkeiten
- Sichtung der Konsultationsunterlagen, strukturierte Befundlisten und Zuarbeit zu Ihrer Stellungnahme
- Fachkonzepte für Schnittstellen und Prozessanpassungen, als Grundlage für IT und Dienstleister
- Begleitung in der heutigen MaBiS: Verteilnetzbilanzierung, Aggregation und Bilanzkreisabrechnung
- Schulungen für Fachbereiche und Management: was der MaBiS-Hub ändert und was nicht
Woher unsere Erfahrung kommt
In der Verbandsarbeit eines Energiekonzerns bewerten wir die Unterlagen zum MaBiS-Hub seit der Eröffnung des Verfahrens, schreiben Konsultationsbeiträge und schulen die Fachbereiche. Die MaBiS selbst kennen wir aus der Arbeit für Netzbetreiber und Lieferanten – bis hin zum Sonderfall, GPKE und MaBiS auf das 16,7-Hz-Netz des Bahnstroms zu übertragen.
Wie eine Zusammenarbeit beginnt
Am Anfang steht ein Gespräch über Ihre Marktrolle und darüber, wie Ihre Bilanzierung heute organisiert ist. Danach wissen Sie, wo wir helfen können und wo nicht. Eine kurze Mail genügt, wir melden uns in der Regel am selben Werktag.
Verwandte Leistungen: Konsultationen und Verbandsarbeit, Lieferantenwechsel in 24 Stunden, Formatwechsel begleiten
Stand des Verfahrens auf dieser Seite: September 2026